ValDi-Studie

Verbesserte Diagnostik bei Essstörungen

In einer gemeinsamen Studie der Universitäten Münster und Göttingen wird untersucht, wie die Diagnostik von Essstörungen präziser, zeitsparender und zugleich praktikabel gestaltet werden kann. Eine zuverlässige Erfassung von Symptomen ist sowohl für die klinische Versorgung als auch für die Evaluation therapeutischer Maßnahmen von großer Bedeutung. Besonders gefragt sind Instrumente, die auch kurzfristige Veränderungen der Symptomatik sensibel abbilden.

Im Mittelpunkt der Studie steht der Vergleich eines neu ins Deutsche übersetzten, adaptiven diagnostischen Interviews (EDA-5) mit dem etablierten Standardverfahren Eating Disorder Examination (EDE). Das EDA-5 passt den Interviewverlauf flexibel an bereits gegebene Antworten an und ermöglicht so eine fokussierte und ressourcenschonende Diagnostik. Zusätzlich werden neu übersetzte Kurzfragebögen zur Veränderungsmessung validiert.

Unsere Klinik beteiligt sich, neben weiteren kooperierenden Einrichtungen, als Studienstandort an diesem Forschungsprojekt. Aktuell werden insbesondere Teilnehmerinnen mit Bulimia nervosa oder Binge-Eating-Störung gesucht.

Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, Diagnostikprozesse bei Essstörungen weiter zu verbessern und Behandlungsverläufe differenzierter zu erfassen.