Gastro-Rehab

Entwicklung der Gastrointestinalen Beschwerden bei PatientInnen mit Anorexia nervosa und Bulimia nervosa bei der GewichtsRehabilitation in Abhängigkeit von der Ernährungsstrategie im Zeitverlauf

In dieser prospektiven Beobachtungsstudie unter wissenschaftlicher Leitung der Universität Tübingen wird untersucht, wie sich unterschiedliche Ernährungsstrategien (flexitarisch, vegetarisch, vegan) während einer stationären Gewichtsrehabilitation auf die Entwicklung gastrointestinaler (GI) Symptome bei Patientinnen und Patienten mit Anorexia nervosa und Bulimia nervosa auswirken. Im Fokus steht dabei die Frage, ob die Veränderung der GI-Symptomatik im Zeitverlauf primär durch die Ernährungsform, durch die Gewichtszunahme oder durch klinische und psychologische Faktoren beeinflusst wird.

Gastrointestinale Beschwerden sind bei Essstörungen hochprävalent und überschneiden sich häufig mit funktionellen gastrointestinalen Störungen. Sie tragen wesentlich zur Aufrechterhaltung der Essstörung bei und können eine erfolgreiche Gewichtsrehabilitation erschweren. Studien zeigen, dass sich einzelne GI-Symptome im Verlauf der Behandlung unterschiedlich entwickeln: Während sich manche Beschwerden mit der Gewichtszunahme rasch bessern, können andere persistieren und mit psychischer Belastung, Chronifizierungsgrad oder essstörungsspezifischen Verhaltensweisen in Zusammenhang stehen.

Ob die im Rahmen der stationären Therapie gewählte Ernährungsstrategie einen eigenständigen Einfluss auf den Verlauf gastrointestinaler Beschwerden hat, ist bislang nicht systematisch untersucht. Diese Wissenslücke soll die vorliegende Studie schließen und damit eine Grundlage für differenzierte, evidenzbasierte Ernährungsempfehlungen in der Behandlung von Essstörungen schaffen.

Projektlaufzeit: ab Mitte 2025

Teilnehmende gesucht: Ja (ausschließlich Patient:innen, die in der Klinik Lüneburger Heide, Kompetenzzentrum für die Behandlung von Essstörungen und ADHS, behandelt werden)