Jubiläums-Samstagsbrunch vom 04.06.2016

10 jähriges Klinikjubiläum  

Die Klinik Lüneburger Heide in Bad Bevensen hat am 04. Juni 2016 ihr 10-jähriges Bestehen gefeiert. Eröffnet im Jahr 2006 hat sie ihre Spezialisierungen als Kompetenzzentrum für die Behandlung von  Essstörungen und ADHS  weitergeführt und ausgebaut. So werden im Essstörungstherapiebereich vorwiegend von einer Anorexia nervosa Betroffene behandelt (um 250 AN-Pat. pro Jahr; 97% davon weiblich), hier im Rahmen einer breiter gewordenen Altersspanne von 14 – 60 Jahren und im ADHS-Therapiebereich Erwachsene ab 18 Jahren. Dr. Andreas Leiteritz, der Chefarzt der Klinik, hat die Veranstaltung eröffnet, die geladenen Gäste, die Patientinnen und Patienten der Klinik und deren Angehörige, sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begrüßt und letzteren für ihr hohes Engagement und ihr Bemühen um den besonderen Flair der Klinik (ein kleines, familiär geführtes Haus mit dadurch kurzen Dienstwegen) gedankt. Zudem hat er – zusammen mit Gisela Hasselhorst, der Verwaltungsleiterin der Klinik – einen kurzen Abriss über die Entwicklung der Klinik in den letzten 10 Jahren gegeben.

Frau Dr. Wünsch-Leiteritz, die leitende Oberärztin des Essstörungstherapiebereiches, hat anschließend die Moderation für diesen Tag übernommen, einige aktuelle Klinikdaten vorgestellt und danach die drei namhaften Referenten der Jubiläumsveranstaltung mit einer Einführung in deren Themen, die sich  auf die Behandlungsschwerpunkte der Klinik beziehen.

Frau Dr. Maya Götz vom Internationalen Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) beim Bayerischen Rundfunk in München hat über ihre Untersuchung „Die Bedeutung von Fernsehsendungen wie Germany`s next Topmodel  bei der Entwicklung von Essstörungen“ berichtet, an welcher auch die Klinik Lüneburger Heide (als Mitglied im Bundesfachverband Essstörungen)  im Rahmen von Fragebogenerhebungen beteiligt war.  [mehr erfahren] und zum Buch [weiterlesen]

Als zweites hat Dr. Timo Brockmeyer, Leitender Psychologe der Abteilung für Psychosomatik der Uniklinik Heidelberg, derzeit Kings College in London, über „Emotionale und familiäre Prozesse in der Entstehung von Essstörungen“ gesprochen. Er war aus London zu uns gekommen, um uns über seine Untersuchungen zu Familien mit Essstörungen zu berichten. [mehr erfahren]

Am Nachmittag referierte Dr. Rolf Köster, ein Psychiater und Mitautor (zusammen mit Prof. Mervin Schmucker) des Buches  „Praxishandbuch IRRT“ über diese spezielle Form der Traumatherapie, die in der Klinik Lüneburger Heide in die Therapieangebote traumatisierter Patientinnen und Patienten Eingang gefunden hat. Damit wird unser Therapieprogramm um einen wichtigen Baustein erweitert und  traumatisierten Patientinnen und Patienten frühzeitig eine begleitende spezialisierte Behandlung angeboten. Traumatisierungen bei Essstörungen sind keine häufigen, wenn vorhanden, aber schwere Begleiterkrankungen, die den Behandlungsverlauf  mitbestimmen. [mehr erfahren]

Den Abschluss des Jubliäumstages bildete, wie wir es immer auf unseren jährlichen Samstagsbrunch-Veranstaltungen tun, Diskussionsrunden, dieses Mal allerdings aufgeteilt in Anorexie/Bulimie-Thematiken und eine weitere für den Bereich ADHS und Adipositas (mit Essstörung). Zudem haben einige Patientinnen das Programm der Veranstaltung erweitert bzw. verschönert durch ihre Beiträge (ein Gedicht zum Thema Essstörungen und ein Auftritt des Klinikchors).