Eltern-Kind-Therapiewochen

Unsere Eltern-Kind-Therapiewochen beziehen Eltern anorektisch und bulimisch essgestörter Patientinnen/Patienten in den Therapieprozess ihrer Kinder mit ein, denn auch die Eltern brauchen Hilfe, nicht nur die Kinder.

Hilflos und überfordert stehen Eltern oft der Situation gegenüber, ihrem essgestörten Kind helfen zu wollen, aber nicht zu wissen wie sie sich verhalten sollen und sich dabei gegenseitig in Schuldproblematiken zu verstricken.

Vor allem wenn die Kinder nach dem Klinikaufenthalt in ihre Herkunftsfamilie zurückkehren, ist es wichtig, die der Essstörung zu Grunde liegende Persönlichkeitsentwicklungsstörung näher verstehen zu lernen und ungünstiges Verhalten auf Seiten der Familie zu hinterfragen und abzuändern. Zusammen mit dem Therapeutenteam werden Strategien erarbeitet, wie mit der erkrankten Tochter/dem Sohn besser umzugehen ist, um die Gefahr eines Rückfalls zu Hause zu reduzieren, bzw. ein ungewollt krankheitsförderndes Umfeld zu verändern. Während des Elterntrainings nehmen Eltern mit ihrem (auch schon erwachsenen) Kind sowohl an gemeinsamen Therapiesitzungen als auch an einer eigenen Therapiegruppe für Eltern teil. Einen weiteren Therapiebaustein stellt die kunsttherapeutische Auseinandersetzung mit den o.g. Thematiken dar; eine gemeinsame Esspsychotherapie-Veranstaltung mit einem Ess-Kochtraining rundet das Programm ab.

Termine 2017

23.01. – 27.01.2017
13.03. – 17.03.2017
08.05. – 12.05.2017
19.06. – 23.06.2017
21.08. – 25.08.2017
23.10. – 27.10.2017
04.12. – 08.12.2017

Wir beginnen montags um 16.00 Uhr und enden freitags gegen 16.00 Uhr.

Die Kosten einer solchen Woche für Unterbringung und Verpflegung im Doppelzimmer müssen selbst erbracht werden.

Anmeldung per E-Mail über info@klinik-lueneburger-heide.de oder telefonisch unter 05821/960-0.

Die Klinik Lüneburger Heide ist eine psychosomatische Klinik. Einer ihrer Schwerpunkte liegt – neben anderen Indikationen (z.B. ADHS) – in der Behandlung von Essstörungen. Die Klinik bietet Platz für insgesamt 80 Patienten in Einzel- und auch Doppelzimmern.

Das Zentrum für Essstörungen nimmt Patienten mit allen Formen von Essstörungen auf:

mit Anorexia nervosa (Magersucht), Bulimia nervosa (Ess-Brechsucht), atypische Essstörungen und Binge-Eating-Störung (Essstörung mit Essanfällen) – wenn die Situation sich ambulant nicht oder nicht mehr beeinflussen lässt und damit eine stationäre Therapiephase erforderlich wird.

Wir, das behandelnde Team, verfügen über langjährige spezifische Erfahrung in der Behandlung von Essstörungen. Da Essstörungserkrankungen zur Chronifizierung neigen, sehen wir die stationäre Therapiezeit als einen von mehreren Therapiebausteinen an – und oft auch als Dreh- und Angelpunkt in einem meist längerfristig anzulegenden Gesamttherapieplan.